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Sonntag, 27. März 2011

Aufgetankt

Alle Jahre wieder, vergangenes Wochenende war es wieder soweit. Auf dem Programm stand singen, singen, singen und ich liebe es! Diesesmal hatte ich auch noch Geburtstag und es war einfach schön. Ein Ständchen aus ca. 60 Kehlen hört sich schon toll an. Ich hatte viele Gratulanten, sehr leckeres Essen, Kaffee und Kuchen über den Tag und keine Arbeit damit. Am frühen Nachmittag kam Norbert zur Besuch, hatte eine rote Rose dabei, ließ sich von mir die Klosteranlage zeigen und fuhr dann nach ca. 1 Stunde wieder 80 km zurück.

Es war wieder ein rundherum wunderbares Wochenende in Obermarchtal und freue mich schon jetzt wieder auf nächstes Jahr! Wen es interessiert was wir dieses Mal einstudiert haben: das Oratorium "Paulus" von Mendelssohn. Ein Lied daraus wird an unserer kirchlichen Hochzeit gesungen: "Sehet welch eine Liebe".

Montag, 8. März 2010

Ehrenamt

Seit fast 20 Jahren singe ich im Philharmonischen Chor Friedrichshafen. Ich bin seit über 80 Jahren die dritte Generation in unserer Familie. Beide Großeltern sangen im Chor und meine Eltern auch viele Jahre.
(1. Reihe, 2. von links ist mein Großvater)

Sogar mein Sohn hat kurzzeitig mitgesungen. Ich bin mit der "Harmonia" (früherer Name) groß geworden und diese Musik hat mich von Anfang an geprägt. Seit Freitag 5. März 2010 bin ich nun stellvertretende Vorsitzende und richtig richtig stolz darauf. Ich will die Geschicke des Chores mitlenken können und bin gespannt, was das Amt mit sich bringt.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Rückzug ins Kloster

Es ist wieder soweit, mein alljährliches Singwochenende im Kloster Obermarchtal.
Am Freitag Nachmittag lasse ich mein Leben wieder bis Sonntag Nachmittag vor den Klostermauern und tanke Kraft, Energie und lebe mit der Musik.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Musik und Bach #2 - berührt

Es ist passiert! Nach jahrelanger Ablehnung und Bemühung hatte ich gestern mein Erfolgerlebnis! In der Kantorei proben wir zurzeit die Matthäus-Passion, Aufführung am 14.03.2010. Es läuft schon sehr gut, die Stimmen sind sicher und es wird gefeilt, angepasst und zusammengefügt, kurz gesagt, es wird musiziert. Wir waren beim vorletzten Chorstück angelangt: "Nun ist der Herr zur Ruh' gebracht, mein Jesu gute Nacht" und ich fühlte mich immer mehr von der Musik gefangen und sie drang tiefer und tiefer in mein Herz und plötzlich war sie da, die Gänsehaut....!! von der Haarspitze bis zum Zeh und ich genoss und strahlte glücklich: Bach hat mich erreicht! Beim Schlusschor "Wir setzen uns mit Tränen nieder" sang ich mit kleinen Freudentränen beseelt mit und fuhr anschließend glücklich nach Hause.

ENDLICH! Einen extra Gruß und dicken Kuss an meinen Christianus musicus und seine Sonne, sie wissen warum!

Dienstag, 24. November 2009

Konzert

Ich konnte mitsingen, meine Stimme war fast zu 100% da und ich war überglücklich!
Dank Salbei-Honig-Tee, Spezialspray gegen Heiserkeit, Ipalat und mit Paracetamol gedopt stand ich auf der Bühne und konnte bei diesem unglaublichen Konzert mit dabei sein. Es war großartig und das ist kein Eigenlob! Noch nie habe ich in all den Jahren erlebt, dass die Zuhörer danach Bravo riefen und stehende Ovationen gab. Die Konzertkritik ist hervorragend und wir sind alle sehr stolz, denn es war etwas Besonderes. Karl Jenkins ist ein begnadeter Komponist und ich bin schon lange ein Fan von ihm, vor allem seit Adiemus denn auch dahinter verbirgt er sich. Aber eins seiner schönsten Werke ist diese Friedensmesse.

Zur Zeit des Kosovo-Krieges schuf er sein Werk „The Armed Man – A Mass for Peace“, welches im April 2000 in der Royal Albert Hall in London uraufgeführt wurde. Basierend auf einem französischen Lied „L’Homme Armé“ aus dem 15. Jahrhundert wurden Texte aus verschiedenen Religionen und Epochen in äußerst eindrucksvoller Weise vertont.

Ich sah Zuhörer, darunter auch meine Familie, mit Tränen in den Augen, berührt, betroffen und beseelt. Mein Chef und seine Frau sagten gestern zu mir, noch nie hätten sie etwas derart tolles gehört. Ich habe auch immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke. Diese Musik kann man nicht erklären, man muss sie hören und erleben.

Freitag, 20. November 2009

Gau?!

Heute morgen bin ich mit Halsschmerzen aufgewacht und es kratzt, meine Stimme wird immer tiefer und ich lutsche und schlucke was das Zeugs hält. Dicker Schal, "Atme dich frei"-Tee, Salbei, Ipalat und Gebete sollen nun helfen, dass ich morgen die Generalprobe und am Sonntag unser Konzert mitsingen kann. Das darf doch nicht wahr sein!! Bitte bitte drückt mir die Daumen, dass sich die Stimme und mein Hals erholt! Wir proben seit Januar für dieses eine Konzert im Jahr und ich freue mich so sehr darauf! Ich umarme niemanden, gebe keine Hand, schon gar kein Küsschen vor lauter Angst vor der Grippe und nun habe ich Halsweh!

//*geht heulen und beten...

Dienstag, 7. Juli 2009

Ring ring

Läutet aus die tausend Kriege der Vergangenheit
Läutet ein die tausend Jahre des Friedens

Wenn man tagtäglich mit Nachrichten und Geschehnissen aus Afghanistan konfrontiert und selbst involviert ist, dann ist die Freude, so ein großartiges Werk singen zu dürfen umso größer. Es ist sehr tröstlich, solche Texte zu singen und die Musik trifft ins Herz.
22. November ist Aufführungstermin.

Montag, 25. Mai 2009

Musik und Bach

Wer keine Klassik mag, für den ist dieser Beitrag nicht interessant. Die mich kennen wissen, meine Liebe gehört der Kirchenmusik und den großen Chorwerken. Ich mag auch andere Art von Musik, ich höre Pop, Techno, R'n'B, Blues, Rock, etc. aber die Klassik steht an erster Stelle. Ich singe nun seit fast 20 Jahren aktiv im Philharmonischen Chor Friedrichshafen und seit 3 Jahren in der Kantorei Birnau. In Friedrichshafen werden die großen Werke und Oratorien gesungen, von Verdi, Haydn, Händel, Mendelssohn, Dvorak, Mozart usw. einmal hatten wir auch ein Opernkonzert mit berühmten Chören und natürlich auch Beethovens 9. mit der "Ode an die Freude" und "Carmina Burana" von Orff.

In der Kantorei werden eher die Messen und Kantaten gesungen, manchmal das gleiche Repertoire wie in Friedrichshafen, aber eben auch Bach. Und das ist mein Problem. Ich habe mich bemüht, mich versucht reinzufinden, die Noten studiert und CD's gehört, hat alles nichts genutzt. Seine Musik berührt mich nicht, er ist mir zu trocken, zu vergeistigt, er klingt so spröde "evangelisch". Ich weiß, dass ich darüber schon meine Witze gemacht habe, an dieser Stelle grüße ich ganz herzlich meinen Christianus Musicus, der Angetraute von SchwesterRabiata. Er liebt Bach und ich beneide ihn dafür. Ebenso meine Mitsänger in der Kantorei, die mit verklärter Miene dasitzen und sich auf die Proben freuen. Unser nächstes Konzert ist nur Bach, das Magnificat und die Kantate Gott wir danken dir. Dann proben wir schon für die Matthäus Passion im März 2010. Manche sitzen mit feuchten Augen da und ich, tja an mir geht die Musik vorüber. Ich probe mit und singe mit Engagement, aber mein Herz berührt sie nicht und das tut mir sehr leid. Ich weiß nicht ob es an meiner katholischen Erziehung liegt und dass wir als Kinder am Sonntag manchmal schon mit dem Halleluja von Händel geweckt wurden. Es muss nicht immer laut sein, im September z.B. singen wir von Franck "die sieben Worte Jesus am Kreuz" und das sind die leisen Töne und so sehr berührend, dass ich Gänsehaut habe und Tränen in den Augen.

Vielleicht bin ich noch nicht reif für Bach, ich gebe nicht auf, aber zu den kommenden Proben bis zum Juli muss ich mich echt zwingen *seufz*.

Montag, 18. Mai 2009

Salzburg

Es war schön, es war romantisch, es war zu kurz, es war anstrengend. Um 6.15 Uhr war Abfahrt, mit überaus leckerem Frühstück am Chiemsee. Die Fahrt bis Salzburg war sehr regnerisch und ein wolkenverhangener Himmel begleitete uns den ganzen Weg. Kurz nach der Ankunft um 13 Uhr brach der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein. Laut Wetterbericht war für das ganze Wochenende Regen gemeldet und tatsächlich sahen wir erst gestern abend bei Rückkehr den ersten Regentropfen. Tja, wenn Engel reisen... Unser Hotel war im Messezentrum und dort war eine Rassehundeausstellung. Selten so viele hässliche Windhunde gesehen und selten so gelacht ob mancher Dresscodes der armen Viecher. Ein hochnäsiger Afghane mit Kopftuch hat was *räusper* und die Herrchen und Frauchen dazu waren zum Teil noch die größere Lachnummer!

Nachmittags hatten wir eine Stadtführung und die über 70-Jährige nette österreichische Dame redete ohne Punkt und Komma, das ganze in breitem Dialekt und großem Charme. Nach dem sehr leckeren Abendbuffet hatten wir uns ein Taxi bis zur Festungsbahn bestellt und nach rasanter Fahrt nach oben hatten wir einen traumhaften Blick über Salzburg. Die Abendsonne war wirklich wunderbar und das anschließende Konzert in der Festung auch. Ein Streichquartett und eine Pianistin spielten Haydn und Mozart und der anschließende Blick über ein Lichtermeer unter grandiosem klaren Sternenhimmel und lauer Hochsommertemperatur war ein weiterer Höhepunkt eines besonderen Abends. Ein Spaziergang durch Salzburg und einem "Absacker" im "Eulenspiegel" folgten und der Abend fand dann an der Hotelbar mit bester Laune seinen krönenden Abschluss.



Am Sonntag waren wir im Dom zur Messe, ein junger Chor aus Budapest sang und alles war sehr feierlich. Danach saßen wir am Domplatz in der Sonne bei Cappuccino und Campari und hatten keine Lust, nach Hause zu fahren. 13 Uhr war Abfahrt einer sehr kurvenreiche Strecke über Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Tegernsee und Pause in Bad Tölz. Dort ist es zwar schön und die Sonne schien, aber wir waren müde und hatten nur 1 Stunde Aufenthalt und es war nichts vorbestellt, sondern Zeit zur freien Verfügung, heißt: schnell etwas essbares suchen, bestellen, Bedienung stressen, runterschlingen, bezahlen, ab zum Bus, gemütlich machen, schlafen. Ankunft in FN um 20.30 Uhr.

Fazit: Salzburg ist eine Reise wert, aber dann für länger. Es gibt noch einiges was ich sehen möchte und das Angebot an Konzerten ist enorm. Was mir nicht an der Stadt gefällt ist die hohe Luftfeuchtigkeit auf Grund des vielen Regens dort und das mangelnde Grün in der Stadt. Abgesehen vom Mirabellengarten fehlen Blumen, Rasen, Bäume. Alles ist gepflastert und betoniert. Schade. Entschädigt wird man dafür wieder durch andere schöne Dinge. Die Stimmung unter uns Sängern war klasse und harmonisch, darum sind wir ja auch der Philharmonische Chor :-) Nächstes Jahr geht unser Ausflug nach England.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Salzburg

Aufs kommende Wochenende freue ich mich besonders! Auch wenn es nur 2 Tage sind und Regen gemeldet ist. Wir fahren mit dem Chor in diese schöne und geschichtsträchtige Stadt und da war ich einmal als Kind und dann nochmal als Teenager, als ich in Berchtesgaden im Schullandheim war, aber zu diesem Zeitpunkt habe ich lieber mit Daniel geknutscht, als mir Salzburg anzuschauen. Busabfahrt ist um 6 Uhr! mit Zwischenstation in Bad Tölz zum 2. Frühstück. Ich werde zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal das erste gehabt haben, aber egal. In Salzburg dann Stadtführung und abends Konzert "Best of Mozart" auf der Burg.



Habe ich schon erwähnt, dass ich dann auch mit meiner Diät aussetzen werde? Denn dort gibt es sie:


The one and only!! Dafür morde ich!
Diese teile ich mit niemandem!



MOZARTKUGELN! Mir lauft schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen. Ich überlege mir noch, wie viel Vorrat ich mir holen werde, das hängt vom Gang auf die Waage ab.

Montag, 4. Mai 2009

Lieblingshobby

Das ist bei mir nun mal das Singen. Wenn ich dann genau einen Tag vor dem Konzert heiser werde, dann ist das richtig schlimm für mich! Auch wenn ich die Generalprobe noch mitsingen konnte, so fand mein gestriger Auftritt eher statistisch statt und mit sehr wenigen tiefen Tönen. Eigentlich wollte ich gar nicht mitsingen, da mir Playback gegen die Ehre geht, aber da kam Protest vom Dirigent und meinen Mitsängern und dass ich gefälligst mit auf die Bühne soll.

So viel Tee mit Honig und heiße Zitrone habe ich schon lange nicht mehr getrunken. Meine Blase dankt es mir *g*. Nun ja, am kommenden Samstag gibts ja Gott sei Dank ein da capo, das gesamte Konzert wird in Tuttlingen wiederholt und zwar für unseren größten Gönner und Förderer. Bis dahin werde ich mich in Stille üben und auch die Proben am Dienstag und Mittwoch nicht besuchen.

Montag, 6. April 2009

Voller Terminplan

Diese Woche bin ich jeden Abend unterwegs. Heute, morgen, Donnerstag und Freitag in Lustenau / Österreich zur Probe und Konzert, der Philharmonische Chor Friedrichshafen entsendet Gastsänger zu einem gemeinsamen Projekt. Ich freue mich darauf, aber es wird auch anstrengend werden. Am Mittwoch ist dann auch noch Probe in der Kantorei. Am Karfreitag beginnt die Aufführung erst um 21 Uhr und dauert ca. 2 Std. Bis ich dann zuhause bin (über 1 Std. Fahrtzeit) werde ich totmüde ins Bett fallen. Karsamstag einkaufen, Haushalt machen und dann ist schon Ostern! Wir haben überhaupt noch keine Pläne und vielleicht gehen wir auch essen, keine Ahnung. Hauptsache wir haben schönes Wetter und man kann raus.

So und nun werde ich meine Freizeit diese Woche ausschließlich mit dem Wolferl (Mozart) verbringen, auch nicht schlecht *g*... danach ist dann wieder Norbert dran.

Mittwoch, 1. April 2009

Balsam für meine Seele

Letztes Lied in der heutigen Probe, Aufführung ist im Mai. Ich bin erfüllt von dieser wunderschönen Musik und nehme sie mit in Schlaf.

Sonntag, 1. Februar 2009

Consummatum est

... es ist vollbracht



Ich bin wieder zurück im Alltag.

Ein Sing- und Probewochenende im Kloster Obermarchtal bedeutet: ab Freitag 17.00 Uhr, beginnt hinter den Klostermauern meine Zeit, alles andere bleibt draußen. Es gibt nur noch mich selbst, die wunderschöne Musik, das gemeinsame Singen, der Zusammenhalt im Chor, liebe Menschen, gute Gespräche, Harmonie, Einklang und superleckeres Klosteressen. Ich fühle mich danach wie jedes Jahr: erfüllt, dankbar und aufgetankt.

Dienstag, 25. November 2008

Konzertkritik


Neueste Konzertbilder auf der Internetseite des Chores
Danke für eure Glückwünsche und Daumen drücken, ich bin richtig stolz!

Montag, 24. November 2008

Glücklich und gelöst!



Was für ein Abend, was für ein Konzert! Es war perfekt, der Chor und Dirigent in Bestform, hochkonzentriert und nass geschwitzt, eine wirklich gelungene Aufführung. Nicht oft kann man sagen, dass alles ohne Fehler war, die Einsätze und sämtliche schwierige Passagen waren 100%. Ein nicht enden wollender Applaus, nur positive Resonanz, und manch vergossene Träne vor Rührung und Überwältigung beim Publikum, was will man mehr!!! Es hat sich wieder gelohnt und macht einen sehr stolz. Morgen wird die Kritik in der Zeitung sein, ich bin gespannt!



Donnerstag, 20. November 2008

Endspurt

Sonntag ist Konzert, der darauffolgende auch. 2 Chöre, 2 Konzerte.
Freitag Orchesterprobe, Samstag Generalprobe, die Woche darauf Da capo.
Zuerst in Friedrichshafen, dann auf der Insel Reichenau, das Weihnachtsoratorium

Ich freue mich sehr auf das Requiem von Mozart und vor allem auf die Kantate Dona nobis pacem. Den Trauermarsch kann ich inzwischen ohne Tränen singen, aber der gesamte Text bewegt mich immer noch. Der deutsche Text ist im Programmheft und das empfinde ich als sehr wichtig, denn man sollte wissen, von was es handelt, der englische Text ist nicht einfach zu verstehen. Selten habe ich ein Stück erlebt, das einen Text so perfekt in Musik umsetzt. Ich bin mal gespannt, wie es bei den Zuhörern ankommt und ob sie die teils modernen und disharmonischen Passagen vertragen. Mein liebes Schwesterlein, du bist unter den Zuhörern und ich weiß, du wirst es fühlen wie mich das Stück bewegt. Das Ende und die Bitte nach Frieden auf der Welt ist grandios, das ist Gänsehaut pur.

Mozart ist immer schön, es klingt wunderbar und das Requiem ist besonders schön. Das ist zuhören und genießen.

Eine Woche später ist dann Bach an der Reihe und da habe ich so meine Probleme. Ich bin kein besonders großer Liebhaber seiner Musik, sie ist mir zu spröde und klingt so "evangelisch" (wink zu Andrea und meinen Musicus *gg*). Aber ich gehöre zu diesem Chor, also wird auch alles mitgesungen und nach Bach kommt auch wieder was anderes.

Nun muss nur noch mein Schnupfen vorbei gehen und bitte bitte keine Erkältung!!



Samstag, 27. September 2008

leicht nervös

Schon wieder ist eine Woche vorbei und das geht wie im Flug. Im Büro habe ich wahnsinnig viel zu tun, dann 2x die Woche Chorprobe, 2x die Woche Kieser Training und der Haushalt macht sich auch nicht von alleine. Ich muss wieder nach einer Putzhilfe schauen, so geht das nicht weiter, aber wie finde ich die richtige? Auf Empfehlung hab ich niemand und jedesmal testen macht mich verrückt. Dann ist sie vielleicht wie meine vergangene Perle, die sich am Anfang total angestrengt hat und dann nur noch husch husch durch ist. Wenn ich meiner Putzfrau nachputzen muss, ist es Zeit sich zu trennen. Ich muss mein Geld auch schwer verdienen und dafür putz ich lieber selber! Aber es raubt mir einfach meine wichtige Freizeit und zudem hab ich noch genug zu tun mit Wäsche, saugen, Staub wischen usw. Es geht ja nur ums Grobe, die Fenster wären wieder fällig usw. Das ist so eine enorme Erleichterung und die brauche ich wieder. In der Zeitung war eine Telefonnummer, da rufe ich nachher mal an.

Heute habe ich Generalprobe und morgen ist Konzert.
Von Antonin Dvorak "STABAT MATER"
http://www.birnauer-kantorei.de/konzerttermine_2001.htm
Auf dieses freue mich sehr, da ich damit besondere Erinnerungen verbinde und schonmal 1997 gesungen habe. Für mich persönlich das schlimmste Jahr meines Lebens und die Musik hat mich vor vielem bewahrt und "gerettet", da ich dieses Werk damals fast täglich mit Kopfhörer gehört habe. Meine Eltern und Norbert sind morgen Zuhörer und sie wissen, was es mir bedeutet und mich freut, dass sie mit anwesend sind. Hat für mich fast Symbolwert, dass sie an meiner Seite sind, jetzt, im Jahr 2008, wo ich wieder fest auf dem Boden stehe und weiß, dass es mir egal was kommt, nie mehr so schlecht gehen wird wie damals! Fehlt nur noch meine Schwester, die damals täglich an meinem Krankenbett saß, mich versorgte und immer für mich da war. Wenn du das hier nach deinem Urlaub liest: Ich habe dich sehr lieb und du wirst gedanklich bei mir sein!! :-*

Trotzdem bin ich leicht nervös und hoffe, dass alles klappt, dass die Solisten gut sind, dass der Chor nicht patzt usw. Wird schon gut gehen! Wenn ich singe und die schöne Musik höre, vergesse ich oft alles um mich herum, bei keiner Tätigkeit bin ich so zu 100% bei mir wie beim singen. Das ist mein Lebenselixier!

Mittwoch, 10. September 2008

Dona nobis pacem ~ Gib uns Frieden

Chorprobe, die zu Tränen rührte

Gestern Abend hatten wir wieder die erste Probe beim Philharmonischen Chor nach der Sommerpause. Im November (am Totensonntag) führen wir das "Requiem" von Mozart auf und "Dona nobis pacem" von Vaughan Williams.


(leider habe ich nur den letzten Teil (VI) bei youtube gefunden, aber auch da kann man hören, wie schön die Musik ist)

Dieses Werk kannte ich bis dato noch nicht und ich habe seit Frühjahr ein paarmal reingehört, vor der Sommerpause hatten wir auch schon damit angefangen zu proben, aber so richtig Gedanken um den Inhalt und die Textpassagen habe ich mir nicht gemacht. Ich wusste, dass es um Krieg und der Bitte um Frieden geht, aber dies zu wissen und dann zu singen, das ist ein großer Unterschied. Es war ein sehr emotionaler Abend und wir probten das Stück Nr. 4 "Dirge for two veterans" (Totenklage für zwei Veteranen) und je tiefer wir in das Stück eintauchten, umso mehr stellten sich mir die Nackenhaare und ich bekam Magenweh. Als dann der letzte Satz des Stücks gesungen wurde "my heart gives you love" konnte ich mich nicht mehr zurückhalten, es flossen die Tränen. Klar bin ich emotional sehr dünnhäutig bei diesen Themen, aber die entsprechende Musik dazu tut noch ihr übriges. Der Takt ist genau so, wie man sich einen klagenden Trauermarsch vorstellt, aber wunderschön komponiert und es geht tief unter die Haut. Ich hoffe sehr, dass ich am Konzert ohne Tränen und schlucken singen kann... :-((

Hier der englische Text und die Übersetzung:

DIRGE FOR TWO VETERANS

The last sunbeam Lightly falls from the finish'd Sabbath, On the pavement here, and there beyond it is looking, Down a new-made double grave.

Lo, the moon ascending, Up from the east the silvery round moon, Beautiful over the house-tops, ghastly, phantom moon, Immense and silent moon.

I see a sad procession, And I hear the sound of coming full-key'd bugles, All the channels of the city streets they're flooding, As with voices and with tears.

I hear the great drums pounding, And the small drums steady whirring, And every blow of the great convulsive drums, Strikes me through and through.

For the son is brought with the father, in the foremost ranks of the fierce assault they fell, Two veterans son and father dropt together, and the double grave awaits them.

Now nearer blow the bugles, And the drums strike more convulsive, And the daylight o'er the pavement quite has faded, And the strong dead-march enwraps me.

In the eastern sky up-buoying, The sorrowful vast phantom moves illumin'd. Tis some mother's large transparent face, In heaven brighter growing.

O strong dead-march you please me! O moon immense with your silvery face you soothe me! O my soldiers twain! O my veterans passing to burial! What I have I also give you.

The moon gives you light, And the bugles and the drums give you music, And my heart, O my soldiers, my veterans, My heart gives you love.

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TOTENKLAGE FÜR ZWEI VETERANEN

Der letzte Sonnenstrahl des Sonntags, der zu Ende ist, fällt leicht auf den Bürgersteig hier, und dort, weiter weg, schaut er hinunter in ein frisch ausgehobenes Doppelgrab.

Seht, der Mond steigt empor, aus dem Osten, der silberne, runde Mond, wunderschön über den Dächern, ein totenbleicher, gespenstischer Mond, ein ungeheurer und stiller Mond.

Ich sehe eine traurige Prozession, und ich höre den Klang herannahender Hörner. Alle Rinnsteine der Straße schwellen an, als ob sie von Stimmen und Tränen überlaufen würden.

Ich höre die großen Trommeln schlagen
und die kleinen Trommeln immerfort rühren.
Und jeder Schlag der großen, erschütternden Trommeln geht mir durch und durch.

Denn man bringt den Sohn mit dem Vater.
In den vordersten Reihen des wütenden Angriffs fielen sie.
Zwei Veteranen, Sohn und Vater, fielen gemeinsam,
und das Doppelgrab erwartet sie.

Jetzt blasen die Hörner näher,
und die Trommeln schlagen noch erschütternder,
und das Tageslicht über dem Bürgersteig ist ganz verblasst,
und der markige Trauermarsch nimmt mich ganz gefangen.

Am östlichen Himmel, schwebend, bewegt sich hell erleuchtet die kummervolle, riesige Erscheinung.
Es ist das große, durchsichtige Gesicht einer Mutter, das am Himmel heller wird.

O markiger Trauermarsch, du gefällst mir.
O großer Mond mit deinem silbernen Gesicht, du beruhigst mich.
O meine beiden Soldaten, o meine Veteranen auf dem Weg zum Begräbnis, was ich habe, schenke ich euch.

Der Mond schenkt euch Licht, und die Hörner und Trommeln schenken euch Musik.
Und mein Herz, o meine Soldaten, meine Veteranen,
Mein Herz schenkt euch Liebe.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Konzert, Bild in der Zeitung

Ich bin in der Zeitung zu sehen und online in der Bildergalerie hier:

Bilder vom Konzert in Birnau auf suedkurier.de

Macht mich schon ein bisschen stolz *angeb* ;-)