Posts mit dem Label Angst um den Partner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Angst um den Partner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. Dezember 2009

Wunsch

Gott gebe mir Geduld mit Veränderungen,
die ihre Zeit brauchen, und Wertschätzung für alles,
was ich habe,
Toleranz gegenüber jenen mit anderen Schwierigkeiten
und die Kraft, aufzustehen und es wieder zu versuchen,
nur für heute.

Friedrich Christoph Oetinger 1702 - 1782

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Griesbrei und Milchreis...

... sind genau die beiden Gerichte, die Norbert nicht mag und er ist WIRKLICH nicht heikel. Genau das bekommt er jetzt als Schonkost und er würgt und schluckt tapfer. Er tut mir so leid, denn das ist echte Strafe für ihn. Er ist sowieso ein immer genügsamer Patient gewesen, jammert ganz selten und ist zufrieden mit allem was man für ihn tut. Er war meist der Liebling aller Schwestern und Pfleger, weil er nett und dankbar ist. Kein Vergleich zu manchen Männern, die an einem Schnupfen sterben :-)

Es geht aufwärts mit ihm, der Heilungsprozess hat begonnen. Wann er nach Hause darf wissen wir nicht, aber wir sind mit allem zufrieden, hauptsache er wird gesund.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Koagel wie zum Ko***

Ja, so habe ich auch geschaut bei dem Wort und musste erstmal googeln. Dieses Teil, faustgroß, nennt sich auch Blutgerinnsel, sitzt bei Norbert am Mageneingang und verbirgt noch was darunter ist... nämlich die Ursache seiner Magenblutung. Heute die 3. Magenspiegelung und diese so oft, bis sie das Teil weggespült haben und dies ging bis jetzt nicht. Es geht ihm nicht gut, Werte sind instabil, der Puls zu hoch mit einhergehendem Fieber. Er tut mir so leid was er alles mitmachen muss und ich hoffe und bete, dass er bald wieder gesund ist.

Nachtrag 15:17 Uhr
"Gute" Nachricht! Es war "nur" ein Schleimhautriss darunter, sie konnten alles entfernen und er wird heute noch auf Normalstation verlegt. Ich heule grad vor Freude!!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Das Leben geht weiter II

Ja, das waren meine Worte vor 2 Monaten. Und trotzdem steht die Welt still, wenn der geliebte Partner ohne Vorwarnung plötzlich zusammenbricht und nicht mehr atmet. Lassen wir auch hier mal die Emotionen außen vor, denn die Bilder in meinem Kopf werde ich nie mehr los. So geschehen gestern abend um halb zehn. Gott sei Dank waren gleich seine Tochter und unser Nachbar zur Stelle, Arzthelferin und RettAss beim DRK und machten die Erstversorgung bis zum Eintreffen des KRW und Notarzt. Nun liegt Norbert wieder auf Intensiv, bezüglich eines Reinfarkt gabs inzwischen Entwarnung, es war ein Kreislaufkollaps und er hat eventuell ein Magengeschwür und Blut im Magen und bekommt soeben die 2. Spiegelung.

Es ist nicht möglich, sich auf sowas vorzubereiten zumal ich gar nicht wusste, was alles noch passieren kann, wie z.B. die Reaktion des Magens auf Medikamente usw. Ich weiß nur eins, ich will ihn nicht verlieren und kann im Moment gar nicht mehr aufhören mit Weinen.

Für meinen Schatz, dass er bald wieder gesund wird!

Dienstag, 10. November 2009

38 Päckchen Butter!

á 250 g
Soviel hat Norbert innerhalb der letzten 6 Wochen schon abgenommen und ich bin so stolz auf ihn!

Freitag, 6. November 2009

Endlich!

... und ich komme mir vor wie ein Teenager *g*

Donnerstag, 5. November 2009

Montag, 2. November 2009

Reha und Alltag V

Endspurt, letzte Woche. Ich freue mich auf Freitag, endlich habe ich ihn dann wieder. Wir hatten ein wunderschönes Wochenende mit sonnigen und herbstlichen Spaziergängen, schwimmen und guten Gesprächen. Am Samstag wollten wir ursprünglich nach Konstanz, aber diese Idee hatten noch einige andere, vor allem Schweizer und unsere Rundfahrt im Parkhaus Lago kostete uns 80 Cent, wobei dafür kein Parkplatz raussprang. Entnervt sind wir aus Konstanz raus und zurück nach Radolfzell, saßen dann entspannt in einem Cafe und machten danach eine ausgiebige Shoppingtour im großen Outletcenter Seemaxx. Für mich gabs einen Hausanzug von Schiesser und Norbert fand einen tollen schwarzen Wintermantel von Pierre Cardin zu einem unglaublich günstigen Preis. Und somit hat sich das väterliche Sprichwort bestätigt, dass nichts so schlecht ist, dass nicht auch noch was gutes dabei ist. Hätten wir einen Parkplatz in KN bekommen... usw.

Gestern waren wir auf der Insel Reichenau und aßen dort zu Mittag. Schon lange haben wir nicht mehr so gut gegessen. Er Rindersteak, ich Zander. Das war unglaublich lecker. Danach gabs einen ausgiebigen Spaziergang in der Sonne und durch herbstliches Laub und im klösterlichen Kräutergarten hielten wir uns lange auf. In der Klinik waren wir 1 Stunde schwimmen und Norbert zeigte mir wieder seine neu erlernten Gymnastikübungen. Das Wochenende ging so schnell vorbei und das Auto war gefüllt mit Fahrrad, Kleidung und verschiedenen Utensilien, die er in der letzten Woche nicht mehr benötigt. Gestern abend gings mir noch gut und heute nacht bin ich um 2 Uhr aufgewacht und konnte bis morgens nicht mehr schlafen, habe Hals- und Gliederschmerzen, erhöhte Temperatur und liege nun zuhause auf dem Sofa. Tja, keine Ahnung wo ich mir das eingefangen habe, ich war doch viel an der frischen Luft und mir gings wunderbar. Blöd!

Samstag, 24. Oktober 2009

Goldener Oktober

Was für ein schöner Nachmittag! Sonnig, warm und ein wunderbar blauer See. Wohltuender Spazierganz und gute Laune. Am schönsten ist es zu sehen, wie es Norbert immer besser geht.

Morgen bin ich wieder bei ihm. Er fehlt mir so...

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Reha und Alltag IV

Naja, läuft schon...
Norbert hat eine Woche verlängert bekommen und ich freue mich für ihn und bin traurig. Es geht ihm gut, alle Werte sind ok. Wichtig ist, dass er irgendwann nicht mehr soviel Tabletten nehmen muss und sich durch Ernährung und Sport gesund hält. Ich denke, dass er auf einem guten Weg ist.

Hab ich schon erwähnt wie sehr ich ihn vermisse?!?! *seufz*

Sonntag, 18. Oktober 2009

Herbstspaziergang

Der Besuchsnachmittag geht immer viel zu schnell vorbei. Schön wars, vor allem wenn ich sehe, wie es ihm besser geht.

Ich vermisse ihn sehr!

Freitag, 16. Oktober 2009

Reha und Alltag III

Es läuft. So wie sich alles im Leben einspielt. Ich vermisse ihn, aber habe mich jetzt an den Zustand gewöhnt und mein momentanes Leben so eingerichtet, dass ich mich wohl fühle. Wenn ich an all die Soldatenfrauen denke, die soooo lange auf ihre Männer verzichten müssen und Angst um ihr Leben haben, dann werde ich ganz leise und habe wie immer großen Respekt vor ihnen. Wobei meine Angst ihn zu verlieren auch noch sehr präsent ist und sicher noch lange bleiben wird. Ich bin beschäftigt mit singen und das meist ausgiebig vor anstehenden Konzerten. Das Probewochenende bis Sonntagmittag steht an und anschließend trennen mich nur noch so schnell wie möglich gefahrene 65 km von ihm!

Fazit der Woche 1: Es geht aufwärts und meine Angstzustände alleine zuhause haben sich etwas gelegt. Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende, auf das ich mich freue und meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehe!

Dienstag, 13. Oktober 2009

Reha und Alltag II

Norbert geht es gut in der Reha. Er hat nun schon insgesamt 6 kg abgenommen, hat sich etwas wohnlicher in seinem Zimmer eingerichtet und gewöhnt sich langsam an den Tagesablauf. Seit gestern hat er seinen Therapieplan und ist beschäftigt mit Gymnastik, Ergo, schwimmen, Vorträge, Gesprächskreise & Co. Am Sonntag Nachmittag war ich bei ihm und wir machten einen wunderschönen Herbstspaziergang in Radolfzell am See entlang und über die Radwege auf der Mettnau und nach Radolfzell hat er sich auch gleich informiert. Max hat ihm dann gestern nach Zustimmung des Arztes sein Fahrrad gebracht. Wir "skypen" täglich mit Webcam und haben viel Spaß dabei. So langsam gewöhne ich mich an die Situation, obwohl ich noch nicht im täglichen "Trott" bin. Ich bin sehr mit meinen Gedanken beschäftigt und habe gestern sogar meinen Bruder vergessen, mit dem ich einen festen Haarschneidetermin ausgemacht habe.

Das Herbstwetter drückt genau meine derzeitige Stimmung aus und ich vermisse ihn mehr, als ichs mir vorgestellt habe...

Dienstag, 6. Oktober 2009

Reha und Alltag I

Außer den üblichen wird zurzeit mein Alltag noch von anderen Dingen bestimmt:
Diät, Kalorien und Fettanteile, Tabletten, wieviel, wann und wie. Vorbereitung Reha, Wäsche, Jogginganzüge, Badesachen usw. Ab Freitag bin ich für mindestens 3 Wochen alleine, ich rechne eher mit vier (an alle Einbrecher und Diebe: ich bin NICHT alleine im Haus *g).

Ich habe mich noch nicht an die Situation gewöhnt und meine Angst noch nicht im Griff. Wie soll das auch so schnell gehen?! Ich nerve auch schon mal mit zuviel Fürsorge, aber das wird sich bald relativieren. Ich freue mich über seine gesundheitlichen Fortschritte und beim täglichen Gang auf die Waage bin ich stolz auf ihn und mich auch, denn das zeigt, dass meine Kochkünste und Ernährungsangaben nicht falsch sein können. Morgen und übermorgen gehen wir noch einkaufen, werden die gemeinsame Zeit genießen und am Freitag habe ich frei, sodass wir gemeinsam nach Radolfzell fahren. Ich freue mich für Norbert, dass er eine tolle Betreung und Rundumversorgung bekommt und sich erholen kann. Ich vermisse ihn jetzt schon....

Mittwoch, 30. September 2009

Das Leben geht weiter...

.. dafür bewusster. Hoffe ich mal.
Norbert hatte am Samstag Abend einen Herzinfarkt und liegt nun im Krankenhaus. Es geht ihm schon wieder besser und Ende der Woche wird er wohl entlassen werden. Danach gehts relativ schnell innerhalb 14 Tagen zur AHB (Anschluss-Heil-Behandlung). Wohin und wann werden wir kurzfristig erfahren.
Das sind die rationalen Fakten.
Die emotionalen kann ich kaum beschreiben. Die Angst, die man um den geliebten Partner hat, die Panik, die man in seinen Augen sieht. Die Beruhigung, wenn der Arzt und Krankenwagen da ist und sich jemand um ihn kümmert. Die große Sorge, wie alles weiter geht, das Warten auf das Ergebnis nach der Herzkatheder Untersuchung usw. Heute ist erst Tag 4 danach und meinen Kotz- und Heultag hatte ich gestern. Heute gehts mir wieder besser, bin zuversichtlicher und ich verarbeite langsam das Geschehene. Es wird weiter gehen und es wird sich manches ändern. Angefangen von der Ernährung. Wir haben sicher nicht ungesund gelebt und ich habe immer schon darauf geachtet, aber ich muss bestimmt noch viel umstellen. Wir lassen es auf uns zukommen und machen gemeinsam Schritt für Schritt. Ich werde ihn unterstützen wo es geht!