Ist das eine Krankheit und warum befällt sie einem ohne Vorwarnung? Ich "leide" schon längere Zeit drunter und bin noch nicht dahinter gestiegen, warum. Ich reduziere meine Kontakte immer mehr, ich habe immer weniger zum sagen und ich muss mich manchmal richtig zum Telefon quälen, um Anrufe entgegen zu nehmen, geschweige denn, selbst anzurufen. Ich habe oft ein schlechtes Gewissen deswegen und es tut mir auch ganz furchtbar leid und nehme den Vorwurf gerne hin, dass ich eine treulose Tomate bin, aber ich kann einfach nichts dagegen machen im Moment. Seltsamerweise freue ich mich über Mails, Kontakte und Anrufe, aber ich bin zurzeit nur gut im nehmen und nicht im geben und habe so gut wie kein Mitteilungsbedürfnis. Es ist ja nicht so, dass ich gar keinen Kontakt zur Außenwelt habe, aber mein Personenkreis schränkt sich immer mehr ein und was mich so verwundert ist, dass ich es auch gar nicht vermisse. Muss ich mich jetzt als schlechte Freundin fühlen? Bin ich mir selbst genug, oder warum habe ich auch kein Interesse daran, neue Leute kennen zu lernen, da ich ja nicht mal richtig zum derzeitigen Freundes- und Bekanntekreis den Kontakt halten kann, der üblicherweise von mir erwartet wird?
Ich grüble da schon länger drüber nach :-((
Es liegt auf keinen Fall an den Menschen, sondern an mir selbst.
Ich merke immer mehr einschneidende Veränderungen in/bei mir und meinen Interessensgebieten. Themen, über die ich früher stundenlang diskutieren konnte, ringen mir heute nur noch ein müdes Lächeln ab, im Gegenteil, manchmal weiß ich noch nichtmal was ich dazu sagen soll. Verliere ich meine eigene Meinung? Oder setze ich andere Prioritäten? Keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, ob mich der ganze Prozess ängstigen soll, ich blicke nur manchmal mit Wehmut zurück.
Wohin führt mich mein Weg?
1 Kommentar:
Oh...das verstehe ich zuuu gut und so lange Du Dich noch uns mitteilen willst, bin ich ganz beruhigt!!!
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